Internationales NGO-Zentrum in Taiwan eröffnet

19.03.2018

BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. unterhält ab sofort dauerhaftes Büro und Materiallager in Taichung

Die Zusammenarbeit zwischen dem BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. und Rettungshunde-führern der taiwanesischen Feuerwehren nimmt weiter Form an. Kürzlich waren BRH-Präsident Jürgen Schart, BRH-Beirat Peter Göttert und ISAR-Geschäftsführer Michael Lesmeister erneut vor Ort und unterzeichneten ein weiteres Memorandum of Understanding, das die Kooperation zwischen dem Taichung City Fire Department und der internationalen Katastrophenhilfeorganisation ISAR Germany bestätigt.

Zudem waren sie Gäste der feierlichen Eröffnung eines NGO-Zentrums. Dieses neue Zentrum bietet wichtigen internationalen NGOs eine ständige Niederlassung vor Ort und Raum für internationale Konferenzen im Bereich der humanitären Hilfe. Die Regierung von Taiwan investierte in die Errichtung dieses Zentrums mehrere Millionen Euro.

Für den BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. und ISAR Germany bedeutet die Eröffnung des INGO-Zentrums einen wichtigen Meilenstein beim Ausbau ihres Engagements in Asien. Beide Organisationen sind zukünftig mit einem ständigen Büro vor Ort vertreten, das mit inländischen Kräften besetzt ist. Im Bedarfsfall stellen diese innerhalb kürzester Zeit den Kontakt nach Deutschland her.

Zudem befindet sich im Zentrum ein Materialdepot. Hier lagern die für den professionellen und schnellen Einsatz im Ernstfall erforderliche Sicherheitsausrüstung sowie eine Management-Komponente. Durch diese Maßnahme erreichen die Einsatzkräfte der Kooperationspartner BRH und ISAR im Ernstfall die Einsatzorte im asiatischen Raum wesentlich schneller als bisher, da zunächst nur Personal bewegt werden muss. Daraus resultiert im Bedarfsfall eine sehr schnelle Beurteilung von Schadenslagen durch Fachpersonal aus Deutschland.

Den BRH Bundesverband Rettungshunde e.V. und Taiwan verbindet eine lange Geschichte der Zusammenarbeit. Als ein schweres Erdbeben der Stufe 7,3 auf der Richterskala am 21. September 1999 die Stadt Taichung und das Umland erschütterte, unterstützten Trümmersuchhunde aus den Reihen des Bundesverbands Rettungshunde bei der Suche nach Überlebenden.

Eine der Hundeführerinnen, die damals vor Ort war, gibt ihr Wissen heute an taiwanesische Rettungshundeführer weiter: Nicole Gies ist Teil eines siebenköpfigen Ausbildungsteams, das in der vergangenen Woche auf Einladung der Stadt Taichung nach Taiwan reiste. Das Team trainierte gemeinsam mit Rettungshundeführern aus der Stadt und der Region intensiv die Trümmersuche sowie die Suche nach Individualgeruch auf dem Trail.

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